Eine fantastische Jugendbuchreihe über Freundschaft, Geheimnisse und das Erbe einer verlorenen Welt
Alte Zeichen.
Verborgene Orte.
Geheimnisse tief unter den Bergen des Siegerlands.
Als Lina, Ben und Mia eine alte Spur aus der Vergangenheit entdecken, ahnen sie nicht, dass ihr Leben sich für immer verändern wird. Zwischen stillen Wäldern, vergessenen Stollen und uralten Anlagen stoßen die drei Freunde auf das Erbe einer längst verlorenen Welt.
Doch manche Geheimnisse schlafen nicht für immer.
Die Reihe „Wächter des Siegerlands“ verbindet Abenteuer, Mystery und Science-Fiction-Elemente mit der besonderen Atmosphäre des Siegerlands — erzählt für Leserinnen und Leser ab 12 Jahren.
Habt ihr euch schon einmal gefragt, ob an alten Geschichten vielleicht doch etwas wahr ist?
Ob geheimnisvolle Orte mehr verbergen, als Menschen glauben?
Im Siegerland gibt es Wälder voller dunkler Felsen, alte Wege und Plätze, die schon vor Tausenden von Jahren wichtig waren. Viele Menschen laufen heute daran vorbei, ohne zu ahnen, welche Geschichten dort noch warten.
Auch Lina, Ben und Mia glauben zuerst, dass der Schulausflug zum Druidenstein ein ganz normaler Tag wird.
Bis sie etwas entdecken, das dort eigentlich nicht sein dürfte.
Ein altes Zeichen. Eine fehlende Spur. Und Hinweise, die immer tiefer in die Vergangenheit führen.
Schon bald merken die drei Freunde, dass jemand vor sehr langer Zeit etwas Wichtiges bewahren wollte.
Doch manche Geheimnisse schlafen nicht für immer.
Begleitet Lina, Ben und Mia auf ihrer Suche durch alte Wälder, versteckte Zeichen und Orte, an denen die Steine mehr erzählen, als man zuerst sieht.
Aber passt gut auf:
Die Steine sprechen nur mit denen, die wirklich zuhören.
Lina, Ben und Mia entdeckten unter dem Hohenseelbachskopf eine verborgene Station aus uralter Zeit. Dort fanden sie Hinweise auf Atlantis und begegneten den geheimnisvollen Wächtern.
Seitdem führen alte Zeichen, vergessene Orte und rätselhafte Hinweise die drei Freunde immer tiefer in ein Geheimnis, das mit den Bergen des Siegerlands und einer uralten Warnung verbunden zu sein scheint.
Doch manche Geheimnisse schlafen nicht für immer …
Lina (11)
Neugierig, klug und begeistert von Büchern. Lina liebt Geheimnisse und gibt nie auf, wenn sie etwas verstehen will.
Ben (10)
Witzig, mutig und ständig hungrig. Ben macht oft Späße, selbst wenn es gefährlich wird — aber auf ihn kann man sich verlassen.
Mia (9)
Ruhig, aufmerksam und sehr schlau. Mia bemerkt Dinge, die andere übersehen, und denkt oft einen Schritt weiter.
Gemeinsam
So unterschiedlich Lina, Ben und Mia auch sind — erst zusammen werden sie wirklich stark.
Lina schenkt den anderen Mut.
Ben bringt Hoffnung und bringt selbst in schweren Momenten alle zum Lachen.
Und Mia erkennt oft den richtigen Weg, wenn andere längst aufgegeben hätten.
Denn wahre Stärke entsteht nicht durch Kraft allein.
Sondern durch Freundschaft, Vertrauen, Zusammenhalt und den Mut, füreinander da zu sein — selbst dann, wenn Angst den Weg verdunkelt.
Der Reisebus kämpfte sich schnaufend die letzte Kurve hinauf.
Regenwasser lief über die Scheiben. Zwischen den grauen Wolken brach Sonnenlicht hindurch und ließ den nassen Wald glitzern. Hohe Fichten standen dicht an dicht, und dazwischen ragten dunkle Basaltfelsen aus dem Boden.
Im Bus war es laut.
Sehr laut.
Jemand warf Papierkügelchen durch die Reihen, zwei Kinder stritten darüber, ob man mit drei Broten und einer Banane einen Wandertag überleben konnte, und vorne versuchte Frau Krämer seit zehn Minuten, Ruhe herzustellen.
„Denkt bitte daran“, sagte sie erschöpft, „wir besuchen heute ein Naturdenkmal.“
„Ich bin auch ein Naturdenkmal“, murmelte Ben.
Mia blickte nicht einmal von ihrem Flyer auf. „Eher ein Warnhinweis.“
Lina musste lachen.
Seit dem Abenteuer unter dem Hohenseelbachskopf fühlte sich Schule manchmal seltsam normal an. Klassenarbeiten, Hausaufgaben, Sport — alles wirkte kleiner, nachdem sie tief unter einem Berg eine Atlantis-Station entdeckt hatten.
Darüber sprachen sie fast nie. Nicht in der Schule, nicht vor Erwachsenen und schon gar nicht im Bus voller Kinder.
Aber manchmal genügte ein Blick. Dann wussten alle drei sofort, woran die anderen dachten.
Der Bus bog um die letzte Kurve.
Dann tauchte der Druidenstein auf.
Mehrere Kinder drückten die Gesichter gegen die Scheiben.
„Wow.“
Sogar Ben wurde kurz still.
Der Felsen ragte wie eine versteinerte Flamme aus dem Wald. Dunkler Basalt türmte sich zwischen den Bäumen auf. Nebel zog langsam um die Spitzen.
„Der sieht aus wie ein Drachenrücken“, sagte Lina leise.
„Oder wie ein Ort, an dem man verflucht wird“, ergänzte Ben.
„Du glaubst wirklich, jeder Wald sei gefährlich“, meinte Mia.
„Nicht jeder Wald. Nur die Wälder, in denen wir unterwegs sind.“
Der Bus hielt. Sofort begann Geraschel. Rucksäcke wurden gesucht, Jacken angezogen, und drei Kinder behaupteten gleichzeitig, ihre Brotdosen seien verschwunden.
Ben griff nach seinem Rucksack.
Dann erstarrte er.
„Ähm.“
Sein Rucksack bewegte sich.
Lina starrte ihn an. „Bitte sag mir, dass da keine lebende Überraschung drin ist.“
Ben öffnete langsam die Seitentasche.
Ein kleines graues Kätzchen blickte heraus und miaute empört.
Mia brauchte drei Sekunden, bevor sie lachen konnte. „Wie schafft man das?“
„Nicht absichtlich! Die saß heute Morgen in unserem Hof!“
Das Kätzchen kletterte seinen Ärmel hoch.
„Sieht aus, als hätte sie dich adoptiert“, sagte Lina.
Genau in diesem Moment erschien Frau Krämer.
Sie sah auf die Katze. Dann auf Ben. Dann wieder auf die Katze.
„Benjamin.“
Ben lächelte schwach. „Überraschung?“
Zehn Minuten später saß die Katze vorne beim Busfahrer in einer leeren Getränkekiste, bekam Wasser aus einem Plastikdeckel und wurde von der halben Klasse bewundert.
„Du hast beinahe eine Katze zum Druidenstein geschmuggelt“, sagte Mia, als sie den Wanderweg hinaufgingen.
„Nicht beinahe“, sagte Ben stolz. „Technisch gesehen habe ich es geschafft.“
Der Wald roch nach nasser Erde und Moos. Wasser tropfte von den Ästen. Vorne erklärte ein Museumsführer etwas über vulkanisches Gestein.
Die meisten Kinder hörten ungefähr zwanzig Sekunden zu.
„Der Druidenstein entstand vor Millionen Jahren durch vulkanische Aktivität“, erklärte der Mann.
Ben beugte sich zu Lina. „Wenn er gleich Lava erwähnt, gehe ich zurück zur Katze.“
Mia seufzte. „Du hältst sogar heißen Kakao für gefährlich.“
„Weil ich mir daran schon mal die Zunge verbrannt habe.“
Der Weg wurde schmaler. Links fiel der Hang ab, rechts ragten dunkle Basaltsäulen empor.
Lina blieb automatisch etwas zurück.
Nicht absichtlich. Sie beobachtete nur gern genauer als andere.
Dann bemerkte sie etwas abseits des Weges.
Ein umgestürzter Baum. Die Wurzeln hatten Erde und Steine aus dem Boden gerissen. Zwischen ihnen ragte etwas Eckiges hervor.
Metall.
Sofort bemerkte Mia es und drehte sich um. „Was ist?“
Lina zeigte auf die Wurzeln.
Unter Erde und nassem Laub lag eine alte Hinweistafel. Schlamm klebte auf der Oberfläche, eine Ecke war verbogen.
Aber das war nicht das Seltsame.
Mitten auf der Tafel verliefen eingeritzte Zeichen.
Linien. Kreise. Spiralen.
Mia kniete sich hin und wischte Erde beiseite.
Dann erstarrte sie. „Lina.“
Lina hatte es schon gesehen.
Ein Kreis. Mit mehreren Linien darin.
Dasselbe Symbol wie auf der Karte. Dasselbe wie in der Station unter dem Hohenseelbachskopf.
Für einen Moment wurde alles still.
„Das kann kein Zufall sein“, flüsterte Mia.
Lina spürte dieses vertraute Kribbeln im Bauch.
Etwas begann.
Plötzlich krachte es hinter ihnen.
„WOAH!“
Ben rutschte den matschigen Hang hinunter, ruderte mit den Armen und landete neben dem Baumstamm im Moos.
Er blieb kurz liegen, dann hob er den Daumen.
„Die Landschaft hat gewonnen.“
Mia beugte sich zu ihm. „Alles okay?“
„Ich glaube schon. Aber mein Rücken führt jetzt Krieg gegen den Boden.“
Lina zog ihn hoch. Dann bemerkte auch Ben die Tafel.
Sein Gesicht veränderte sich sofort.
„Oh.“
Keine Witze mehr.
Gemeinsam betrachteten sie die Zeichen. Zwischen ihnen verliefen feine Muster, fast wie Wege. Unten rechts befand sich eine leere Stelle.
Nicht abgebrochen. Nicht rostig. Fehlend.
Als hätte jemand bewusst ein Stück herausgenommen.
Mia strich über die Kante. „Das ist sauber.“
„Zu sauber“, sagte Lina.
Die Aussparung hatte die Form eines flachen Steins. Oder eines Siegels.
Ben blickte in den Wald. „Bitte sagt mir, dass diesmal niemand uralte Geheimtüren öffnet.“
„Noch nicht“, sagte Mia.
„Das Wort noch gefällt mir überhaupt nicht.“
Trotzdem wich Ben keinen Schritt zurück.
Das bemerkte Lina sofort. Er hatte Angst. Natürlich hatte er Angst. Aber er blieb.
Von oben rief Frau Krämer: „Lina? Mia? Ben? Wo seid ihr denn schon wieder?“
Ben hob den Kopf. „Das schon wieder macht mir Sorgen.“
Die drei sahen sich an.
Ohne ein Wort verstanden sie sich.
Noch nichts sagen.
Frau Krämer erschien zwischen den Bäumen. „Warum seid ihr nicht bei der Gruppe?“
Ben deutete auf den Hang. „Ich wurde von der Natur besiegt.“
„Du bist ausgerutscht.“
„Das behauptet die Natur.“
Frau Krämer musste kurz lächeln. Dann bemerkte sie die Tafel.
„Ach, die alte Hinweistafel. Die hat der Sturm wohl endgültig umgeworfen.“
Lina versuchte ruhig zu klingen. „Was stand darauf?“
„Irgendwas über die Kelten hier in der Gegend. Die neue Tafel wurde letztes Jahr ersetzt.“
Mia blickte auf. „Ersetzt?“
„Ja. Die alte war beschädigt. Kommt jetzt, die Führung geht weiter.“
Langsam standen sie auf.
Beschädigt.
Oder verändert?
Ben klopfte Moos von der Hose. „Falls wir heute noch verflucht werden, möchte ich festhalten, dass ich eigentlich nur wegen der Katze hier bin.“
Mia grinste.
Doch Lina blickte noch einmal zur Tafel zurück.
Zum fehlenden Stück. Zum Symbol. Zu den Linien.
Und sie war sich ganz sicher:
Das hier hatte auf jemanden gewartet.
Kapitel 2 — Was die Tafel erzählt
Den ganzen Rückweg über regnete es.
Nicht stark. Nur dieser feine Nieselregen, der alles grau machte und gegen die Busscheiben tickte. Viele Kinder waren müde vom Wandern. Vorne spielte jemand heimlich ein Handyspiel, zwei Jungs stritten darüber, ob man gegen einen Wolf gewinnen könnte, wenn man einen Besen hätte, und irgendwo raschelte ständig eine Chipstüte.
Ben saß halb verdreht auf seinem Sitz und sah zum Himmel.
„Das Wetter sieht aus, als hätte jemand vergessen, die Farben einzuschalten.“
Mia blickte kurz vom Flyer auf. „Das ergibt keinen Sinn.“
„Doch. Das ist poetisch.“
„Das ist Ben.“
Lina grinste, hörte aber nur halb zu. Sie betrachtete das Foto der Tafel auf ihrem Handy.
Die eingeritzten Zeichen. Das fehlende Stück. Und mitten darin der Kreis mit den Linien.
Je länger sie es ansah, desto sicherer wurde sie: Das war kein Zufall.
Mia rückte näher und zog ihr Notizheft hervor.
„Ich hab’s nachgezeichnet.“
Links hatte sie das Symbol aus der Atlantis-Station gemalt, rechts das Zeichen von der Tafel.
Die Linien passten. Sogar die kleinen Einkerbungen.
Ben ließ sich über die Lehne hängen. „Bitte sagt mir, dass ihr nicht wieder geheimnisvolle Zeichen vergleicht.“
„Tun wir nicht“, sagte Mia.
„Ihr habt denselben Blick wie damals vor dem Tunnel.“
„Welchen Blick?“, fragte Lina.
„Diesen Oh-oh-wir-haben-etwas-Uraltes-entdeckt-Blick.“
Mia musste lachen. „Das ist kein echter Blick.“
„Doch. Und ich erkenne ihn inzwischen sofort.“
Trotzdem setzte Ben sich zu ihnen. Das war typisch: Er beschwerte sich, aber wenn es ernst wurde, blieb er da.
Er betrachtete die Zeichnungen.
„Warum sollte ein keltisches Zeichen genauso aussehen wie etwas aus einer zwölftausend Jahre alten Atlantis-Station?“
Die Frage blieb zwischen ihnen hängen.
„Vielleicht haben die Kelten Spuren der Station gefunden“, sagte Mia.
Lina dachte an Thalor, die Halle und das blaue Licht tief unter dem Berg. Plötzlich wirkte der Druidenstein nicht mehr nur alt. Sondern verbunden.
Der Bus hielt vor der Schule. Sofort brach Chaos aus.
„Ben“, sagte Mia plötzlich langsam. „Dein Rucksack bewegt sich schon wieder.“
Ben erstarrte.
„Die Katze.“
Das kleine graue Kätzchen miaute aus der Seitentasche, kletterte seinen Ärmel hoch und setzte sich auf seine Schulter.
Ein paar Kinder jubelten. „Ben hat eine Abenteuerkatze!“
„Das ist kein offizieller Titel!“
„Doch“, sagte Mia. „Jetzt schon.“
Als alle ausgestiegen waren, blieb Ben ratlos auf dem Parkplatz stehen. Die Katze schnurrte zufrieden.
„Meine Mutter bringt mich um.“
„Vielleicht mag sie Katzen“, meinte Lina.
Ben sah sie ernst an. „Meine Mutter nennt Zimmerpflanzen zu pflegeintensiv.“
Mia lachte. Dann wurde sie ruhiger.
„Du kannst sie nicht einfach draußen lassen.“
Das Kätzchen stupste mit der Nase gegen Bens Kinn.
Er seufzte. „Na toll.“
Lina lächelte. „Du kümmerst dich schon längst um sie.“
Ben wollte widersprechen, tat es aber nicht.
Später trafen sie sich bei Lina zuhause. Draußen trommelte Regen gegen die Fenster, im Wohnzimmer roch es nach Tee und alten Büchern.
Auf dem Tisch lagen Mias Notizheft, mehrere Bücher, Ausdrucke vom Foto der Tafel und eine Packung Kekse, die Ben „für wissenschaftliche Notfälle“ mitgebracht hatte.
„Historische Forschung macht hungrig“, erklärte er.
„Du bist immer hungrig“, sagte Mia.
„Das ist meine Persönlichkeit.“
Lina betrachtete das Foto. Je länger sie hinsah, desto mehr Details bemerkte sie: feine Linien, kleine Kerben, Muster zwischen den Symbolen.
„Vielleicht ist das keine Verzierung“, sagte sie.
„Sondern?“, fragte Ben.
„Vielleicht eine Art Weg.“
Ben stoppte mitten im Kauen. „Ein Weg wohin?“
Niemand antwortete sofort.
Mia zog ein dickeres Buch heran: Die frühen Kelten im Siegerland.
Nach wenigen Seiten blieb sie abrupt stehen.
„Hier.“
Auf der Seite war eine Zeichnung alter Steinritzungen. Und mitten darunter: das Symbol.
Darunter stand: „Unbekanntes Zeichen aus einem Fund nahe des Druidensteins.“
„Es war also schon früher bekannt“, sagte Lina.
Mia nickte. „Aber niemand wusste, was es bedeutet.“
Ben blickte zwischen Buch und Foto hin und her. „Ich finde das nicht beruhigend. Uralte Geheimnisse bleiben bei uns nie nur historische Informationen.“
Lina musste zugeben: Damit hatte er recht.
Sie begann das Symbol nachzuzeichnen und dachte an Thalor. An seine Worte: Passt gut auf eure Welt auf.
Vielleicht hatten Menschen schon früher etwas entdeckt. Und beschlossen, es zu verstecken.
Plötzlich runzelte Mia die Stirn.
„Hier fehlt etwas.“
Mitten im Buch sprang der Text weiter. Zwischen den Absätzen war eine Lücke. In der Bindung ragten kleine Papierfasern hervor.
„Die Seiten wurden herausgerissen“, sagte Mia.
Ben legte langsam seinen Keks zurück. „Absichtlich?“
„Ja.“
Für einen Moment sagte niemand etwas.
Dann sagte Ben leise: „Vielleicht wollte jemand verhindern, dass Menschen etwas finden.“
Lina und Mia sahen ihn überrascht an.
Ben zuckte mit den Schultern. „Ich mache nicht immer nur Witze.“
„Ich weiß“, sagte Mia.
Lina blätterte vorsichtig weiter. Zwischen zwei Seiten steckte ein vergilbter Zettel.
Darauf stand handschriftlich:
Die Steine sprechen weiter dort, wo das Licht bewacht wird.
Ben verzog das Gesicht. „Das klingt extrem nach Ärger.“
Auf der Rückseite war eine kleine Zeichnung: ein Turm, ein Dach und daneben ein Kreuz.
„Eine Kirche“, sagte Mia.
Ben ließ sich aufs Sofa fallen. „Natürlich eine Kirche. Geheimnisse führen immer entweder in Keller oder Kirchen. Das ist Gesetz.“
Mia griff nach einem Bildband über das Siegerland. Kurz darauf stoppte sie.
„Hier.“
Das Foto zeigte eine kleine alte Kapelle aus dunklem Stein. Dahinter lag Wald.
Kapelle St. Marien nahe des Druidensteins.
Lina spürte wieder dieses Kribbeln.
Alles führte dorthin.
Ben bemerkte ihren Blick. „Oh nein. Ihr habt wieder diesen Wir-gehen-da-hin-obwohl-es-eine-schlechte-Idee-ist-Blick.“
„Wir müssen herausfinden, was das bedeutet“, sagte Lina.
Ben schwieg. Dann nickte er.
„Okay.“
Mia blinzelte. „Das war schnell.“
„Ich hab Angst“, sagte Ben. „Aber ich lasse euch nicht allein in eine geheimnisvolle Kirche laufen.“
Für einen Moment wurde es still.
Dann lächelte Lina.
Genau deshalb funktionierten sie zusammen.
Noch nicht genug von Lina, Ben und Mia?
Die drei Freunde erleben noch viele weitere Abenteuer im Siegerland und darüber hinaus – von verborgenen Schätzen über vergessene Stollen bis hin zu Geheimnissen, die niemand mehr für möglich gehalten hätte.
Alle Bücher der Reihe findest du bei Amazon unter dem Suchbegriff „Lina Ben Mia“ oder unter dem Autorennamen Lothar Reuter.
Titel des Buches: Wächter des Siegerlands – Band 2 – Die Sprache der Steine
Autor: Lothar Reuter
Anschrift: Lothar Reuter, Rothebornsweg 9, 57290 Neunkirchen, Deutschland
E-Mail: LotharReuter@web.de
1. Auflage 2026
© 2026 Lothar Reuter. Alle Rechte vorbehalten.
Verantwortlich für den Inhalt:
Lothar Reuter, Rothebornsweg 9, 57290 Neunkirchen, Deutschland
Druck und Vertrieb der Print- und E-Book-Ausgabe:
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Die Inhalte dieses Buches, einschließlich Texte, Layout und Struktur, unterliegen dem Urheberrecht.
Jede Verwertung außerhalb der engen Grenzen des Urheberrechts bedarf der schriftlichen Zustimmung des Autors.mpressum
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Vertrieb der E-Book-Ausgabe: Amazon Kindle Direct Publishing
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Jede Verwertung außerhalb der engen Grenzen des Urheberrechts bedarf der schriftlichen Zustimmung des Autors.I
Haftungsausschluss
Dieses Buch ist eine fantastische Jugendgeschichte über Freundschaft, Geheimnisse und eine verlorene Welt — geschrieben für Leserinnen und Leser ab 12 Jahren.
Die Inhalte wurden mit größter Sorgfalt erstellt, enthalten jedoch fiktive sowie frei interpretierte historische und regionale Elemente.
Hinweis zu den verwendeten Abbildungen
Die im Buch enthaltenen Illustrationen, die keinen gesonderten Quellvermerk tragen, wurden mithilfe von ChatGPT (OpenAI) nach inhaltlichen und gestalterischen Vorgaben des Autors KI-basiert erstellt.
Die Bilder entstanden auf Grundlage eigener Ideen zu Motiv, Farbe und Stil mithilfe der Bildgenerierungsfunktion von ChatGPT (Stand 2026).
Verwendetes Tool: ChatGPT (OpenAI)
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Ein Weg, geprägt von Begegnungen
Lothar Reuter, geboren 1956 in Kreuztal, blickt auf ein vielseitiges Berufsleben zurück. Nach seiner Ausbildung zum Industriekaufmann war er viele Jahre im IT-Bereich eines Energienetzbetreibers tätig. Dabei begegnete er Menschen in ganz unterschiedlichen Rollen und Verantwortungsbereichen — Erfahrungen, die seine Sicht auf Zusammenarbeit, Vertrauen und Kommunikation nachhaltig geprägt haben.
Seit seinem Ruhestand engagiert er sich aktiv in seiner Heimatregion, unter anderem im Heimatverein. Bereits zuvor war er in verschiedenen Vorstandsämtern örtlicher Vereine tätig.
Als Vater dreier erwachsener Kinder und stolzer Großvater von drei Enkelkindern schöpft er aus einem reichen Schatz persönlicher und beruflicher Erfahrungen.
Lothar Reuter lebt mit seiner Frau in Struthütten im Siegerland.
Ein persönliches Wort vorab
Mein herzlicher Dank gilt meiner Frau Anke Reuter.
Anke hat dieses Buch mit großer Sorgfalt mehrfach Korrektur gelesen und mir wertvolle Impulse zum Inhalt gegeben. Ihre Geduld, ihr kritischer Blick und ihre liebevolle Unterstützung haben maßgeblich dazu beigetragen, dass diese Geschichte ihre heutige Form gefunden hat.
Viele Gedanken, Ideen und kleine Details dieses Buches wären ohne ihre Unterstützung nicht entstanden.
